Screening 12

Die erste Screening-Untersuchung findet rund um die 12. Schwangerschaftswoche statt und besteht aus folgenden Teilen:

  • Ultraschall unter anderem mit
    • Nackenfaltenmessung
    • Messung des Kindes
    • Darstellen wichtiger Organstrukturen
    • Nach Möglichkeit Darstellung sogenannter Zusatzmarker
    • Messung der Gebärmutterdurchblutung
  • Risikoberechnung:
    • Trisomie 21, 18 und 13
    • Präeklampsie
    • Intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR)
    • Frühgeburtsrisiko
  • Blutabnahme:
    • PAPP-A
    • freies beta-hCG
    • Auf Wunsch: NIPT

Der Zweck dieser Untersuchung ist es, bereits früh in der Schwangerschaft einen ersten detaillierten Überblick über Ihr Baby zu erhalten. Dabei werden wichtige Organe und kindliche Strukturen angesehen - beispielsweise das Gehirn, das Herz, der Magen, die Harnblase oder auch die Bauchdecke. Viele Fehlbildungen können schon in dieser frühen Phase der Schwangerschaft erkannt werden.

Ein Teil der Untersuchung ist die Nackenfalten- oder Nackentransparenzmessung. Dabei wird eine Hautfalte im Nackenbereich des Kindes vermessen. Ist diese Falte verbreitert, so steigt das Risiko für Fehlbildungen aber auch für Chromosomenstörungen wie Trisomie 21 (Down Syndrom). Etwa 75 Prozent aller Feten mit Trisomie 21 haben eine solche verdickte Nackenfalte. Neben der Trisomie 21 gibt es aber auch eine Vielzahl von Fehlbildungen, die ebenfalls eine erhöhte Nackentransparenz aufweisen können.

Um die Entdeckungsrate für häufige Chromosomenstörungen auf Werte von bis zu über 90 Prozent zu erhöhen, nehmen wir aus Ihrer Vene ein wenig Blut ab. Daraus werden zwei Hormone namens PAPP-A und hCG bestimmt. Diese sind häufig bei Chromosomenstörungen charakteristisch verändert, sodass hierdurch eine bessere Risikoabschätzung getroffen werden kann.

Sie erhalten mit diesem Test ein Ergebnis, das ein persönliches Risiko zeigt. Ein Wert von 1 zu 10.000 würde beispielsweise bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Baby mit Down Syndrom zu haben bei 1 von 10.000 bzw. einem Zehntel Promille liegt. Dieses Ergebnis wäre als unauffällig zu bewerten (schließt aber ein Down Syndrom trotzdem nicht zu 100 Prozent aus!). Ein Wert von beispielsweise 1:5 würde bedeuten, dass Ihr Risiko bei einem Fünftel oder 20 Prozent liegt. Dies wäre also ein auffälliger Wert. Aber auch hier hätten vier von fünf Kindern kein Down Syndrom.

Falls sich bei Ihnen ein auffälliges oder grenzwertiges Testergebnis zeigt, empfehlen wir Ihnen eine invasive (Plazenta- oder Fruchtwasserpunktion) oder unter Umständen auch eine nicht-invasive (nicht-invasiver Pränataltest) Abklärung, die wir auf auf Wunsch für Sie organisieren oder (beim nicht-invasiven Pränataltest) in der Praxis TwoCare abnehmen.

Wenn bei Ihrem Baby eine Chromosomenstörung diagnostiziert wird, unterstützen wir Sie natürlich auch bei der Entscheidungsfindung, ob Sie die Schwangerschaft weiterführen wollen oder nicht. Dazu stellen wir gerne den Kontakt zu den entsprechenden Stellen wie Selbsthilfegruppen und dergleichen her.

Bei den meisten Schwangerschaften fällt das Screening 12 glücklicherweise unauffällig aus, sodass wir Ihnen mitteilen können, dass Ihr Baby zu einem hohen Prozentsatz gesund ist!

Abgesehen von der Untersuchung der Organe und der Risikoabschätzung für Chromsomenstörungen berechnen wir bei Einlingen auch noch die Risiken für Frühgeburtlichleit, intrauterine Wachstumsstörung und Präeklampsie - eine nicht ungefährliche Art des Schwangerschaftshochdrucks, die 3 bis 7 Prozent aller Schwangeren betreffen kann. Dazu messen wir unter anderem Ihren Blutdruck - aber auch mittels Ultraschall die Durchblutung der Gebärmutter. Falls Ihr Risiko für Präeklampsie erhöht ist, besprechen wir mit Ihnen die Gabe von niedrigdosiertem Aspirin, da dieses Medikament das Auftreten der Präeklampsie in vielen Fällen verhindern kann.

Informationen zu den Kosten dieser Untersuchung finden Sie hier.