Nicht-invasiver Pränataltest

Eine der neuesten Entwicklungen in der Pränatalmedizin ist der "Nicht-invasive Pränataltest" (NIPT) - auch pränataler DNA-Test oder zellfreier fetaler DNA-Test genannt. Damit kann man mit hoher Sicherheit ausschließen, dass Ihr Baby eine der häufigsten Chromosomenstörungen hat (Trisomie 21, Trisomie 18, Trisomie 13, gegebenenfalls auch Turner Syndrom). Im Gegensatz dazu ist es bei einem positiven (also auffälligen) Testergebnis extrem wahrscheinlich, dass Ihr Kind eine dieser Chromosomenstörungen hat. Die Entdeckungsrate für Trisomie 21 liegt für diesen Test laut aktueller Studienlage bei mehr als 99 Prozent, für Trisomie 18 bei etwa 96 Prozent und bei Trisomie 13 bei rund 91 Prozent.

Für diesen Test wird Ihnen aus der Vene ein Röhrchen Blut abgenommen. Aus der DNA Ihres Kindes, die auch in geringer Menge in den mütterlichen Blutkreislauf gelangt, können nun Informationen gewonnen werden, ob man bei Ihrem Kind eine der genannten Chromosomenstörungen findet.

Im Gegensatz zu dem derzeit aktuellen und am weitesten verbreiteten Screening-Test, dem Combined Test, der bei TwoCare im Rahmen des Screening 12 angeboten wird, erhält man beim NIPT keinen Prozentwert sondern z.B. bezüglich Down Syndrom ein Ergebnis "hohes Risiko" (fast 100 Prozent Sicherheit) oder "niedriges Risiko" (Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine der genannten Chromosomenstörungen besitzt, liegt unter einem Prozent). Das ist ein riesengroßer Vorteil, weil dadurch die Rate an unsicheren und "falschen" Ergebnissen deutlich geringer wird.

Der Test kann natürlich von vornherein gemeinsam mit einer Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Alternativ können Sie ihn aber auch machen, wenn Sie beim Screening 12 bzw. Combined Test ein auffälliges oder grenzwertiges Ergebnis haben, aber keinen invasiven Test (Plazentapunktion oder Fruchtwasserpunktion) durchführen lassen wollen.

Der Test hat allerdings auch einige Nachteile: Derzeit ist er noch relativ teuer siehe Preise). Allerdings wird der Test bereits heute mitunter von manchen Privatversicherungen ganz oder teilweise bezahlt. Sie erhalten von uns eine Honorarnote, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Darüber hinaus kann der Test eine Reihe von Störungen nicht oder nicht sicher erkennen - beispielsweise sogenannte Mosaike oder Änderungen an der Chromosomenstruktur.

Nähere Informationen zu diesem Test finden Sie unter folgendem Link des Labors Ariosa.